Venedig Februar 2019

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Eine Reise in den Karneval

Karneval in Venedig, im Februar 2019

Über dieses Foto

Städte sind von Menschen und für Menschen gemacht. Egal in welche Stadt wir uns befinden, sie ist da, um die Menschen die in ihr wohnen, alles zu bitten was sie brauchen um zufrieden zu sein. Im besten Falle sogar glücklich. Dieses Foto zeigt für mich das Venedig der Gegensätze. Das teure, feudale Rot in Vordergrund und das Jeans-Blau im Hintergrund. Die de-saturierte Stadt im Hintergrund spielt hierbei keine Rolle. Dieses Bild hätte üpberall auf der Welt aufgenommen werden können.

Mein Venedig

Etwa zehn Millionen Touristen besuchen Venedig jedes Jahr. Bei einer Einwohnerzahl von etwa 100.000, ist das schon eine erhebliche tägliche Zu- und Abwanderung. Und im Februar 2019 hatte ich das Glück, mich in den Reihen der Millionen Touristen einzureihen und diese Stadt auch besuchen zu dürfen. Ausgerechnet zur Karnevalszeit.

Keine Autos

Was mir in dieser Stadt zuerst aufgefallen ist, war das vollständige Fehlen von Autos. Wirklich! nicht ein einziges Fahrzeug. Die gesamte Stadt ist eine Fußgängerzone, die von Kanälen durchzogen ist. Es wäre auch kaum möglich und gefährlich sogar, mit Fahrzeugen, auch Fahrräder oder Mopeds, durch diese Enge Gassen zu fahren.

Feuchtigkeit

Als zweites marterte alsbald die aus den Kanälen aufsteigende Feuchtigkeit meinen armen Körper. Die durch das Alter und Krankheit gemarterte Knochen, fingen alsbald an zu protestieren, indem sie mehr oder weniger intensive Schmerzenswellen aussendeten. Zu meinem Unterstützung machte gerade der Winter, mit angenehmen Plus-Graden gerade eine kleine Pause.

Verfall

Die Feuchtigkeit hatte aber auch ihre positiven Aspekte. Der Staub der Jahrhunderte und Jahrtausende machte sich nicht auf die befürchtete Art bemerkbar. Es gab in dieser Stadt kaum einen Ort, indem die Last der Zeit und des Niedergangs sich nicht bemerkbar machte. Venedig verfällt.

Karneval

Ich mag Karneval nicht. Das Karneval, das ich in Venedig erlebte, hat mir aber sehr gut gefallen. Und das gestaltet sich derart: Einige ganz wenige ziehen sich bunte Kleider an, gehen durch die Straßen und lassen sich dabei fotografieren. Das ist ok und damit kann ich sehr gut leben, solange ich auf der Seite der Photographen bin.

Keine Stadt für Rollstuhlfahrer

Venedig ist mit einem Netz von Kanälen durchzogen. Immer muss man über eine Brücke. Mir ist aufgefallen, dass die wenigsten Brücken mit Rohstühlen befahren werden können, weil sie mit Stufen ausgelegt sind. Wahrscheinlich legt es daran, dass sie wegen den Booten und Gondeln, eine bestimmte Höhe haben müssen.

Die andere Seite

Natürlich gibt es auch andere Menschen. Menschen, die dir etwas wertloses verkaufen wollen. Menschen die vom Ozean des Lebens irgendwo in einem fremden Land gestrandet sind und dort das Überleben praktizieren. Nicht immer auf die feine und schöne Art, aber vielleicht glauben sie keine andere Wahl zu haben.

Dieser Mensch war sehr aufdringlich, band ohne zu fragen ein Lederband an der Hand, sprach in einem sehr schlechtem Englisch von seinem angeblichen Heimatland Kenia und bediente sich selbst aus dem Portemonnaie (give what ever you want). Sein Mund mag zwar lächeln, aber seine Augen verraten seine Gedanken. Es war auch die einzige Erfahrung dieser Art. Schnell vergessen.

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