Habemus Loesung Eine App

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Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn

Herr der Ringe, von J. R. R. Tolkien

Wer kennt den kurzen Abschnitt des Gedichts nicht? Gib ihnen ein Geschenk, das sie an dich bindet und das gibt dir Macht über sie.

Ich bin ausdrücklich gebeten worden, nicht von den Grünen, sondern von Robert zu sprechen. Den angehenden Öko-König der Grünen, der auf dem Weg zur Kanzlerschaft zuerst von den Fehlern anderer profitiert hatte, um dann selbst in einer Krise zu scheitern, als es darum ging Entscheidungen zu treffen und das scheint eben nicht die Stärke von Herrn Robert zu sein.

Lange schon hatten die Grünen in Deutschland, unter Roberts Führung die Sozialdemokraten (SPD) vom zweiten Platz verdrängt und in die Einstelligkeit vertrieben, während Robert selbst von einem Wahlsieg zum nächsten eilte. Seine Strategie: selbst nicht viel sagen, sondern die Fehler der anderen für sich arbeiten lassen. Nahles und KaKa machten es ihm einfach. Und es funktionierte. Und wie!

Schützenhilfe bekam er noch von Greta, die gegen die Zerstörung der Tier- und Umwelt zu Felde zog, kreuz und quer die Welt bereiste und die alten weißen Männer anschrie. Da gab es noch jeden Freitag zehn tausende von Kindern, die für die grüne Partei Werbung machten.

Ungeahnte Höhen erklomm seine Partei auf dem Weg zu einer Öko-Diktatur. Geradezu schien es, als ob Menschen sich Verbote wünschten, die Peitsche der Obrigkeit, die sie mit Gewalt abhält das falsche zu tun.

Während die Christ-Demokraten (CDU) sich von einer Schlappe in die nächste quälten, schien die Vizekanzlerschaft, vielleicht sogar die Kanzlerschaft für die Grünen in greifbarer Nähe zu rücken. Ein lang geträumter Traum, der begann sich in die reale Welt zu materialisieren.

Und dann kam eine Zeit, in der das strahlende Licht Merkels wieder aufblitzte und alles andere in den dunklen Schatten der Ohnmacht, Schwäche und Unvermögens warf. Merkel als Krisenmanagerin ist nicht zu schlagen.

Zuerst schien es, als hätte sich Frau Merkel zuerst zurückgezogen. Kleinminister wie Spahn und möchtegerne Strategen wie Scholz, aus der zweiten und dritten Reihe der Deutschen Politik, versuchten sich mit täglichen Pressekonferenzen zu profilieren. Dass sie nur sprachen, ohne etwas zu sagen, oder zu bewirken, merkte zuletzt auch Frau Merkel und sprang mit lautem Getöse in den Ring. Da Dong, da war sie wieder, stark und leuchtend wie eh und je..

Während Frau Merkel regiert und handelt, versuchen es die Photoshop-sicheren Hauptschüler der „Alternative“ für Deutschland, zuerst mit dem üblichen Weg der Leugnung. Sie standen vor dem Problem, dass ihre einzige Forderung erfüllt war. Die Grenzen waren geschlossen und damit wurde ihnen die Grundlage der Partei entzogen. Worüber sollten sie noch sich großartig aufregen? Entsprechen zeigten die Prognosen für die Wählergunst gen Süden, Richtung einstellig.

Die Photoshop-sicheren Bewunderer und Verehrer des blauen Flügels hatten mangel Phantasie keine neue Ideen und posteten in den sozialen Netzwerken die alten BILD-Überschriften von 2015 weiter: “Morgen kommen weitere 20.000” in München an.

Das Duo der sozialdemokratischen Führung (SPD) kämpft immer noch gegen sich selbst, wie eine Frau die ihren Po zu dick, oder ihren Busen zu klein findet. Keine Ideen, keine Strategien und keine Hoffnung.

Doch eines ist bis in die Medien durchgekommen: Saskia hat vorgeschlagen die Kosten der Corona-Krise auf die reichen abzuwälzen. Wie nach dem zweiten Weltkrieg schon mal geschehen. Es ist bezeichnend, dass sogar dieser Affront gegen den Wirtschaft-Kubl-Deutschland (CDU) nicht weiter Beachtung fand.

Der Schönling von den „freien“ Demokraten (FDP) macht sich selbst immer noch Heiratsanträge, so dass er keine Zeit hat zu bemerken, dass sein Hauptthema auch nicht mehr existiert: Zu Corona-zeiten scheren sich die Leute nicht darum ihr vieles Geld noch mehr zu vermehren. Überleben reicht erstmal.

Und Herr Robert? Bei ihm hat es auch eine Zeitlang gedauert, bis er gemerkt hat, dass Frau Merkel, still und leise, auch seine Themen geklaut hatte
(Das macht sie immer so).

Die Atomkraftwerke sollen abgeschafft werden. Das scheint in der Zwischenzeit, gesichert zu sein. Auch wenn manche Energieminister den Ausbau der der alternativen Energien und die Abschaffung der Kohlekraftwerke verzögern wollen und den Eigentümern Milliarden hinterher werfen, ändert es wenig daran. Die Unfähigkeit der Manager sich umzustellen, ist nicht mehr in der Lage zu verhindern, dass die alternative Energien am Ende obsiegen werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Gegen die Windenergie werden mit (!) ökologischen Argumenten Rückzugsgefechte geliefert. Jetzt müssen getötete Adler und Fledermäuse beweisen, wie gefährlich diese widerlichen Windmühlen sind. Es wird sogar vermutet, dass die Luft-Verwirbelungen bei Windrad.Farmen eine negative (!) Auswirkung auf das Klima haben. Ich liebe das.

Doch zurück zu Herrn Robert: Die Abschaffung des Individualverkehrs war das Lieblingskind der grünen Denke. Keine Autos mehr, sondern nur noch Busse und bahnen für das Volk und Taxis für die grünen Vordenker. Am besten elektrisch betrieben.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass die Abschaffung des Individualverkehrs, in solchen Krisenzeiten, in denen Busse, Bahnen und Züge eine Gefahr für Leib und Seele darstellen, eine Hungerkatastrophe ungeahnten Ausmaßes zur Folge hätte. Moderne ÖPNV-Systeme basieren auf ein sehr kompliziertes, zentral gesteuertes System das funktionieren muss. Wenn die Hälfte der Mitarbeiter, Fahrer, Schaffner und Mechaniker krank ist und die Menschen Angst haben in einem Bus, oder in einem Zug einzusteigen, kann das System nicht arbeiten.

Und nicht zuletzt scheint auch gesichert, dass die Verbrenner (das sind Autos mit Verbrehnungsmotoren) abgeschafft werden. Das ist auch nur eine Frage der Zeit.

Lange haben die grünen gebraucht, um sich mit der neuen Corona-Situation zurecht zu finden. Entsprechend ruhig war es in der grünen Ecke und keine Nachricht drang außerhalb der grünen Blase. Nur hin und wieder Hilferufe und den Appell diese oder jene Petition zu unterschreiben, damit Flüchtlingen geholfen wird. #leavenoonebehind.

Bis dann Roberts erster Geistesblitz die Republik in ihren Grundfesten erschütterte: „Die jetzt herum sitzenden, grübelnden und nörgelnden Hoteliers und Gastronomen, könnten doch ihre alten Ölheizungen modernisieren. Sie hätten jetzt Zeit“.
Nein, ganz so sagte er es nicht. Er sagte: „Die Regierung möchte ein Programm auflegen …“. Diesen sehr wichtigen ersten Halbsatz ließen die Photoshop-sicheren Hauptschüler weg und posteten in den sozialen Netzwerken „nur“ die Forderung Roberts an die Hoteliers und Gastronomen, die alten Ölheizungen gefälligst in der Zeit der Untätigkeit zu erneuern.

Kübelweise Spott und Häme ergoss sich über Herrn Robert, der bereits vor Jahren seinen Twitter Account abgeschafft hatte. Unerhört blieben seine versuche zu erklären und richtig zu stellen.

Dann lange Zeit wieder nichts. Aufgeregt unterhalten sich Herrn Roberts grünen Jünger in ihrer grünen Blase und suchen verzweifelt nach einem grünlichen Weg aus der Corona-Krise.

Und dann ist es so weit. Der zweite Geistesblitz soll alles wieder in die richtige Richtung biegen:

DIE CORONA-APP!

Dabei handelt es sich um eine App, die (selbstverständlich freiwillig) auf den Handys der erkranken und gesunden Bürgern aufgespielt wird, und über Bluetooth-Dienste signalisiert: “Ich bin infiziert“ oder „Du bist in der Nähe eines infizierten“. Natürlich alles völlig anonym, aber mit eingeschalteten Ortungsdiensten, damit zentrale Stellen es merken, wenn die Wege der aussätzigen Kranken und Gesunden sich kreuzen.

Auch werden die Bewegungsmuster festgehalten, damit einer Wissenschaftlicher Auswertung überhaupt nichts im Wege steht.

Natürlich alles völlig anonym. Ganz völlig.

Und auch hier. Don’t kill the Mesenger. Die Idee stammt nicht von Herrn Robert.

An dieser App, wird schon seit längerem vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI/Fraunhofer HHI) gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut (RKI); geschrieben und schon länger bei den Grünen im Bundestag diskutiert. Sie soll “epidemiologisch präzise und datenschutzrechtlich sauber ausfallen”.

Herr Robert ist also nur der Überbringer dieser Idee und ob diese App politisch opportun und sinnvoll ist, ist eine ganz andere Frage.

Was mich wirklich am meisten ärgert ist, dass der Chef einer angehenden Volkspartei vor die Kameras auftritt, um die Entwicklung einer App anzukündigen: Ich gehe vor die Kameras und sage denen, dass wir bald eine App haben und alles wird gut.

Das wiederum, erinnert mich an an Herrn B. Scheuert, den Dieselskandal und das Software-Update.

Da finde ich den Vorschlag einer bekannten Wochenzeitschrift, dass jeder einen „Gesundheits-Chip“ implantiert bekommen soll, zumindest ehrlicher.

Liebe grüße
Kostas

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