Der Grüne Frauenwunsch

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Der Grüne Frauenwunsch, ist die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau auf allen Ebenen, sowohl politisch und beruflich, als auch im täglichen Leben. Solange das nicht der Fall ist, müssen die Frauen bevorzugt werden.

Zuletzt hatte ich das Vergnügen bei der “Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen” der Grünen Partei, dabei zu sein. Das war im Juni 2019. Interessant war für mich dieser Termin, weil auf der Tagesordnung eine philosophische Diskussion über das Thema “Was ist gutes Leben” stand. Genau das richtige für mich. Also habe ich Claudia gebeten mich mit zu nehmen, was sie dann auch machte.

Wie der Name schon sagt, ist die Bundesarbeitsgemeinschaft ein Arbeitsgremium. Aus ganz Deutschland kommen Bundes-Delegierte um das Thema Wirtschaft und Finanzen zu diskutieren. Es werden im Allgemeinen mehrere Themen pro Sitzung diskutiert, in der letzten Zeit ging es aber um ein Papier, das im nächsten Grundsatzprogramm der Grünen aufgenommen werden soll. Wenn das Papier gut ist. Ob es aufgenommen wird, entscheidet einer der nächsten Parteitage. Solche BAG’en gibt es viele bei den Grünen: Europa, Recht, Frauen, Soziales, Ökologie, Frieden…

Leider (für mich) haben die Grünen relativ viel Zulauf in letzter Zeit, so dass der übliche Raum, für diese Anzahl von Delegierten und Gästen, dieses Mal viel zu klein war. Es war schwierig das Vorgetragene akustisch zu verstehen.

Trotzdem war es eine sehr interessante Erfahrung. Für alle, die zum ersten Mal in einer solchen Konferenz teilnehmen, fällt zuerst die Diskussionskultur und besonders der Drang zur bemühten Gleichberechtigung auf.

Die Vorsitzende wird “Sprecherin” genannt und es gibt einen zweiten Sprecher. Das ist nämlich der zweite Punkt an den Mann sich gewöhnen muss: Die Doppelspitze, mit der Besonderheit, dass die ungeraden Stellen von Frauen besetzt werden. Es gibt also immer zuerst einE VorsitzendE und dann einen zweitEN VorsitzendEN. Das ist bei den Grünen Usus.

Und dann noch die Geschichte mit dem Wortmeldungen: Wenn ein Mann spricht, dann muss auch eine Frau sprechen. Gibt es keine Frau, die sprechen will oder kann, dann stimmen die anwesenden Frauen ab, ob der Mann ohne weibliche Gegenrede sprechen darf. Kein Witz. Ist so.

Die Begründung ist: Die Frauen trauen sich sonst nicht, hatte ich zumindest manchmal das Gefühl.

Mittlerweile haben auch die Grünen festgestellt, dass die Frauen einfach auch nicht immer unbedingt wollen. Durch Ihre Regelung, sind sie aber gezwungen, jede Frau die sich meldet, nicht nur zu nehmen, sondern ihr auch einen Platz ganz vorne zu reservieren. Der Fluch ist ein Segen und der Segen ist ein Fluch.

Es ist aber trotzdem komisch, wenn in der Diskussion ein Mann etwas beitragen will und es dann nur nicht darf, weil keine Frau mehr mitreden will oder kann.

Die Grünen leben also keine Gleichberechtigung vor, sondern sie bevorzugen bewusst die Frauen. Bei der Partei DIE LINKE ist es übrigens ähnlich.

Ich habe bei den Grünen einige Frauen kennengelernt, deren Anwesenheit ich ausschließlich dieser Regelung zuschreibe.

Und dann noch diese Sache mit dem “Gendern“. In einem Grünen Text gibt es keinen Sprecher oder Sprecherin (Upps, warum nenne ich zuerst den Mann?), Teilnehmer oder Teilnehmerin, sondern Sprecher*innen, und Teilnehmer*innen. Kein Witz. Das ist so.

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